geschichte

Quelle: http://static.panoramio.com/photos/large/25365900.jpg
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Wann genau die Hammerschmiede entstanden ist, kann nur vermutet werden.

 

Eine Vermutung sagt aus, dass der Name des Schlosses "Haexen-akcher", zu dem die Mühle gehörte, sehr alt ist, da ihr Name schon in den Aufzeichnungen der Sarazenenkriege unter Kaiser Otto II. auftauchte (1. Jahrhundert).

 


Zum Schutz des Schlosses mussten also schon verschiedene Handwerker die Wehrbauten und Burganlage errichtet haben. Im Krieg wurden Waffen, daraus folgend gab es zu der Zeit Waffenschmiede, die diverse Waffen wie Schwerter und Rüstungen produzierten. So vermutet man, dass die Hammerschmiede sehr früh erbaut wurde. Erste gefundene Dokumente der Hammerschmiede sind aus dem 15. Jahrhundert. So musste die Mühle und dessen Staustufe um 1470 entstanden sein.

 

Zwei Jahrhunderte später, die auch die Blütezeit der "eisernen Oberpfalz" genannt wird, entwickelten sich viele Handelsbeziehungen bis nach Frankreich und an die Ostsee. Neben der Waffen- und Hammerschmiede Hexenagger haben 350 weitere zum Handelsaustausch beigetragen, sodass diese Region zum "Ruhrgebiet des Mittelalters" ernannt wurde. Dabei unterstützen die Eisengruben von Schaffshill, die durch den Schlossherrn Max Albrecht von Muggenthal wieder in Betrieb genommen wurden, alle "Hämmer" in der Umgebung.

Ein Wasserwerk für 7000 Gulden (ca. 3100€) wurde installiert, das mit einem großen Wasserrad und einer Druckpumpe das Schloss versorgte. Bis 1936 hat eine Zwei-Zylinder-Druckpumpe das Wasserrad angetrieben. 1945 wurde diese nochmal eingesetzt. Durch ein neues Maschinenwerk wurde Muskelarbeit erspart, sondern wurde durch 30 Eimer pro Stunde abgelöst. Diese arbeitete von 1693 bis 1956.

 

 

Die heute noch laufenden Hämmer wurden im Jahr 1639 erbaut, die Hauptfeuerstelle um 1696. Damals hat man an sieben Feuerstellen gearbeitet. Noch heute sind zwei in Betrieb, wenn ein größeres Werkstück zu schlagen ist.

 

Ende des 19. Jahrhunderts pachtete Karl Kleiß aus Gunzhausen vom Schlossherrn Julius von Weidenbach die Hammerschmiede, Johann Kleiß kaufte diese im Jahr 1954. Durch den Schwiegersohn Norbert Hubert, der die Mühle 1962 übernahm und bis heute dessen Besitzer ist, wurde sie mit viel Aufwand erneuert und zu einem Mühlenmuseum umgebaut.

Heute dreht sich das Wasserrad in Hexenagger als die letzte von ehemals 30 Wassermühlen an der Schambach.


Aktuelles Luftbild der Hammerschmiede

Aufnahme: Mitte des 19. Jahrhunderts


Quelle: © DOK, Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung

Ein Vergleich der beiden Karten ergibt, dass sich in den letzten 150 Jahren nicht viel verändert hat. Nur für die Ausweitung seines Museums hat Herr Huber ein weiteres Gebäude gebaut, in dem weitere Gegenstände ausgestellt werden.